Hüllentanz

Die filigranen, halbtransparenten Hüllen muten an, einst lebende Geschöpfe gewesen zu sein. Ihr Element war die Luft, ihr Medium der Tanz, über den sie miteinander kommunizierten. Ihre Bühne war der Raum, den sie mit Präsenz zu füllen wussten. Aus der Leere heraus modelliert, sind sie zu schwebenden Formen verblasst. Durch Sockel oder Piedestal sind sie zur Plastik und mit dem Motiv der Bewegung Teil der Entwicklungsgeschichte der kinetischen Kunst geworden. 

Allerdings sind sie keine mechanischen Apparate. Jede Form der Technik bleibt ihnen fremd. Sie scheinen organisch gewachsen, nicht einfach technisch produziert. Einfach da. Ohne Anfang, ohne Ende. Ihre Anmutung in Nuancen von grau bis weiß liegt außerhalb des Farbspektrums.